Feuchte Tücher und ein warmes Bügeleisen heben gestauchte Fasern oft sichtbar an. Tiefe Kratzer mit farblich passenden Ölkreiden leicht füllen, anschließend überstehenden Wachs flach abziehen. Zum Schluss Öl sparsam einmassieren, damit Glanz und Farbton wieder ruhig verlaufen.
Risse arbeiten mit dem Raumklima mit; starre Füllstoffe brechen. Besser sind elastische Kittmassen oder Holzbutter, nur leicht überfüllend einsetzen. Nach dem Aushärten bündig abziehen, fein verschleifen, erneut ölen. So bleibt Bewegung möglich, ohne dass Spalten weiter aufreißen.
Nicht jede Spur verlangt nach Perfektion. Zarte Ränder erzählen, wo Schüsseln standen, helle Stellen zeigen Lebensfreude. Sanft reinigen, Schutz erneuern, Kontraste ausgleichen, doch Geschichten erkennbar lassen. Diese Ehrlichkeit macht Altholz glaubwürdig, warm und dauerhaft interessanter als neu gekaufte Möbel.
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